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Dezember 8, 2007 by kartograf

mit darkthrone durchs leben

Dezember 8, 2007 by kartograf

1990 war das jahr des todesmetal. ich erinnere mich an die erste unleashed, morgoth, an napalm death, carcass. und an meine erste darktrone-platte “soulside journey“.  auch wenn die rezensentin hier dummerweise von einer blackmetal-platte spricht, sie war des todes und hat so dermassen dunkel gerockt, wie es die anderen kaum vermochten.


als dann 1991 “a blaze in the northern sky“ herauskam, war es vorbei. die platte ist mittlerweile kaum mehr anhörbar, weil ich sie in meinem zimmer auf dem dachboden mit dem alten dual meiner eltern ungefähr zwei jahre täglich laufen liess. darkthrone waren helden, ihr logo prangte auf dem rücken meiner (kunst)lederjacke neben dem von den “fields of the nephilim“.


sie hatten alles: sie waren düster und böse, hatten rock`n`roll, den perfekten stil und tolle namen. wichtig war damals natürlich, dass black-metal bands nie auf tour gingen, selten interviews gaben, und wenn dann schlecht gelaunt - alles bloss nicht mainstream.

jetzt war der unsägliche götz kühnemund, mit der intelligenz eines fussballfans behaftet, biertrinkend bei fenriz und hat sich diesen in seiner zweizimmerwohnung vorgenommen, nachdem sie - rockhard - nocturno culto verpasst hatten.


alles klar jetzt: F.O.A.D. ist halt alter geiler metal und fenriz dicht.

Dezember 6, 2007 by kartograf

die nächste lan-staffel

Dezember 5, 2007 by kartograf

gerade komme ich aus tim staffels stück “next level parzival“, das an der grossen bühne im theaer basel aufgeführt wurde. habe gerade extra eine neue kategorie *theater* ins blogroll eingefügt, weil ich dann doch begeistert bin.


einerseits ist das stück wirklich das, worum es im parzival geht, ein erkanntnisstück. und es geht um recht real kenntnis, nämlich darum, wer der urheber und spieler einer onlinespielfigur ist, die sieben pubertären jugendlichen den spieleabend versaut. er, parzival, hebt alle regeln auf, was eigentlich schon im realen leben der jungen und mädchen passiert ist. die paare sind gebrochen, fremdgehen und unverhohlene begierde schleichen sich in dem mass in die gruppe, in dem das spiel aus den fugen gerät.


erkenntnis ist also das fallen der masken.  das aufbrechen der wahrheit, zumindest der emotionalen: der gral als plastikring, das versöhnungsangebot an die, die fremdging. zurück zu parzivals ursünde mit jeschute. die inszenierung ist grandios, die jugendlichen spielen sich selbst mit keyboards in der hand und die ritter der tafelrunde sind spielfiguren mit plastikschonern und schwarzen schwertern.


handlung und schauspieler werden unterstützt von passender und gut choreografierter licht- und vor allem klangtechnik, die auf jede der figuren und bewegungen abgestimmt ist und dem publikum den eindruck verschafft, vor einem bildschrim zu sitzen. ich bin wieder zurück. gute nacht.

s-ch-wips

Dezember 4, 2007 by kartograf

dafür haben sich einige wirklich gute schweizer verlage zusammengeschlossen: swips

ab nach… tag

Dezember 4, 2007 by kartograf

ein “ab nach… tag” wäre jetzt schön. einfach ab nach neuseeland oder feuerland oder sonst ein weit entferntes land.

jenny und dani sind jetzt in kathmandu oder schon weitergetrekkt, während wir hier direkt über dem “y” von “day” vegetieren.

ich will auch in seifenblasen sprechen

Dezember 4, 2007 by kartograf

undimensionierte weiten erklimmt mein eingespannter geist, wenn er sich die möglichkeit zu solch einer beinahe babylonischen, aber doch im positivsten sinne vielfältigen sprachverwendung ausmalt.

da lobe ich mir die buergel-maschine. die jungs von EXOT habe den meisterwerkskommentar entwickelt.

allerseelenwalzer

November 22, 2007 by kartograf

gestern hat auf initiative von margrit manz eine lesung neuer totentänze im literaturhaus basel stattgefunden. dabei haben sich vier lyriker und eine -in zusammengetan, von den totentänzen in der benachtbarten barfüsserkirche inspirieren lassen und dem mittelalterlichen totentanz ein neues sprachgewand gegeben. die gedichte sind in einm wunderschönen band im waldgut-verlag abgedruckt.

mit dabei waren urs allemann, wolfgang bortlik, beat brechbühl und rudolf bussmann. nora gomringer war in den usa und hat ihre stimme via tondatei geschickt. eine spannende sache mit spannenden texten.

eine überlegung zu beat brechbühl, der in den 60er jahren als schriftsetzer angefangen hat und nebenher gedichte und prosa geschrieben hat. er teilt damit den lebenslauf oder zumindest den beruf mit einigen der konkreten poeten, mit denen er sicher in kontakt stand. etwas, was diese durchaus unintellektuelle kleinstepoche sehr sympathisch macht: dass handwerker darin eine gewichtige rolle spielten, die dazu nicht für das schreiben, aber für das gestalten ausgebildet wurden.

wer ist und was macht: …?

November 14, 2007 by kartograf

der poetenladen berichtet vom open mike 2007.

deutschlandradio gibt auskunft über johann trupp.

über tina gintrowski erfahren wir mehr im poetenladen.de.

judith zanders leben auf lyrikwelt.de.

die siegertexte hat die literaturwerkstatt.org als pdf.

so, fertig jetzt open mike.

open mike nachlese 2

November 10, 2007 by kartograf

die taz, die auch johanns text abdruckt, weist vor allem auf die gleichförmigkeit der biografien der autoren hin, womit sie sicher nicht unrecht hat. sie hebt aber auch die mutige frische von juliane lieberts gedeichten hervor.

auch der tagesspiegel hebt die taschenlampenartige strahlkraft der lyrik hervor, ohne allzusehr darauf einzugehen.

theresa pak wurde im anschluss an den beitrag vom literatur-cafe interviewt.

simon urban wurde von der zeit begleitet und hat in dem entsprechenden interview recht schön die atmosphäre der veranstaltung eingefangen. und die berliner zeitung macht sich so auch ihre gedanken. das neue deutschland freut sich über johann trupps sieg.