Archiv für die Kategorie ‘Musik’

daxophon

Mai 17, 2008

gaston hat sein gaffophon, hans reichel sein daxophon. ein daxophonisches album bekommt man bei cosmic hearse.

steigende spannung

Januar 10, 2008

joy division waren von einem recht frühen zeitpunkt an wichtig. die ersten der düsteren englischen bands waren fields of the nephilim. doch dann kaufte ich mit 14 oder 15 die single-compilation “substance“ und war beigeistert. sie hatten alles, was man braucht: kälte im klang, charisma/ schicksal und stil. allein das cover von “closer” wird einigen düster-bands als beispiel gedient haben. jetzt wird das leben von ian curtis verfilmt, ich bin gespannt; die zeit hat eine schöne bildergalerie mit stills aufgeschaltet.

21stes jahrhundert bildschirm kind

Dezember 13, 2007

bm

Dezember 8, 2007

mit darkthrone durchs leben

Dezember 8, 2007

1990 war das jahr des todesmetal. ich erinnere mich an die erste unleashed, morgoth, an napalm death, carcass. und an meine erste darktrone-platte “soulside journey“.  auch wenn die rezensentin hier dummerweise von einer blackmetal-platte spricht, sie war des todes und hat so dermassen dunkel gerockt, wie es die anderen kaum vermochten.


als dann 1991 “a blaze in the northern sky“ herauskam, war es vorbei. die platte ist mittlerweile kaum mehr anhörbar, weil ich sie in meinem zimmer auf dem dachboden mit dem alten dual meiner eltern ungefähr zwei jahre täglich laufen liess. darkthrone waren helden, ihr logo prangte auf dem rücken meiner (kunst)lederjacke neben dem von den “fields of the nephilim“.


sie hatten alles: sie waren düster und böse, hatten rock`n`roll, den perfekten stil und tolle namen. wichtig war damals natürlich, dass black-metal bands nie auf tour gingen, selten interviews gaben, und wenn dann schlecht gelaunt - alles bloss nicht mainstream.

jetzt war der unsägliche götz kühnemund, mit der intelligenz eines fussballfans behaftet, biertrinkend bei fenriz und hat sich diesen in seiner zweizimmerwohnung vorgenommen, nachdem sie - rockhard - nocturno culto verpasst hatten.


alles klar jetzt: F.O.A.D. ist halt alter geiler metal und fenriz dicht.

Dezember 6, 2007

rümlingen 2

August 25, 2007

dieses jahr ist rümlingen zerrschauen punktkreisgesteuert blaue licht striemen lauthiebe windgezogenes gasvibrato himmelsrohrklänge mehrlagige holzklöpfer belichtungsich posaunenplagen zornstreifen neonstilles lachen rühm lungen

rümlingen 1

August 25, 2007

letztes jahr war rümlingen ‘transparent, klug und schön’.

kränklich

August 11, 2007

nun, pungent stench waren killer, ‘for god your soul…’ oder ‘blood, pus and gastric juice’ unvergessliche kracher. eisregen können in puncto krankheit der texte und vor allem mit dem sehr hohen blues- und hüftschwungfaktor der songs gut mithalten. etwas zu hektisch sind die japanischen kampfhörspiele. aber ich gehe jetzt in aller ruhe zum glubos-fest um dort chris und chris zu treffen.

warum das netz schweigt

August 6, 2007

elton john hat sich im spiegel dafür ausgesprochen, dass das internet für einige jahre, genauer fünf, stillgelegt werden sollte. ziel der aktion: bessere musik, weil die musik wieder verkauft statt heruntergeladen wird und weil die musiker damit geld für ihre bessere arbeit bekommen UND mehr zeit darauf verwenden musik zu machen.

soweit die provokante forderung. dagegen spricht einiges. wer sollte denn so einen total(itär)en akt ausführen? wie sollte das denn technisch gehen? was macht den elton mit den ganzen rebellierenden gamern und netaddicts, mit den aktien- und onlinehändlern? wer bezahlt den verdienstaufall der anbietern? wird musik und literatur und design und alles ästhetische denn besser, wenn die informationen aus dem netz fehlen?

ein, aber auch nur ein gutes hätte solch eine aktion. wenn ich an einem text arbeite, steigt meines erachtens dessen qualität in dem maße, in dem ich zeit in die lektüre und überarbeitung stecke. einen tag betrachtet, verbringe ich mindestens zwei stunden vor dem netz und lasse mich durch netz- und mailboxbesuche gerne ablenken. vielleicht ist also doch etwas dran an der idee elton johns. offen bleibt die zentrale frage:

warum entscheidet man sich nicht einfach dagegen, zeit mit surfen zu verschwenden?