gerade komme ich aus tim staffels stück „next level parzival„, das an der grossen bühne im theaer basel aufgeführt wurde. habe gerade extra eine neue kategorie *theater* ins blogroll eingefügt, weil ich dann doch begeistert bin.
einerseits ist das stück wirklich das, worum es im parzival geht, ein erkanntnisstück. und es geht um recht real kenntnis, nämlich darum, wer der urheber und spieler einer onlinespielfigur ist, die sieben pubertären jugendlichen den spieleabend versaut. er, parzival, hebt alle regeln auf, was eigentlich schon im realen leben der jungen und mädchen passiert ist. die paare sind gebrochen, fremdgehen und unverhohlene begierde schleichen sich in dem mass in die gruppe, in dem das spiel aus den fugen gerät.
erkenntnis ist also das fallen der masken. das aufbrechen der wahrheit, zumindest der emotionalen: der gral als plastikring, das versöhnungsangebot an die, die fremdging. zurück zu parzivals ursünde mit jeschute. die inszenierung ist grandios, die jugendlichen spielen sich selbst mit keyboards in der hand und die ritter der tafelrunde sind spielfiguren mit plastikschonern und schwarzen schwertern.
handlung und schauspieler werden unterstützt von passender und gut choreografierter licht- und vor allem klangtechnik, die auf jede der figuren und bewegungen abgestimmt ist und dem publikum den eindruck verschafft, vor einem bildschrim zu sitzen. ich bin wieder zurück. gute nacht.
Schlagworte: next level parzival, parzival, theater basel, tim staffel