eigentlich hat mich berlin am alex mit ziemlich penetrantem geruch nach feuchter schimmelluft und getrocknetem urin empfangen. aber dass auch das seine reize haben kann, hat der diesjährige preisträger johann trupp vortragend bewiesen!
die veranstaltung dürfte bekannt sein, nur dass sich spione eingeschlichen hatten, war so neu wie der lyrikpreis. zwar wurden immer am open mike lyriker prämiert, wie zum beispiel der wunderbare christian schloyer, aber diesmal eben mit sondersparte.
die prosa wird fälschlichsterweise in manchen reaktionen als nicht so rockig beschrieben. dem war jetzt definitiv nicht so! mirko kussin hat einen hammerstext über schallplatten und vergegenwärtigte vergangenheiten vorgetragen. und christoph steier hatte den allerbesten titel: holy shit, und die geschichte dazu war weniger kotig denn ein bisschen blutig. blutiger: kerstin schultes kneipensplatter!!!
dazu schöne und ein bisschen romatische gedichte von andre, stadtansichten von mischa. was will man denn mehr? ach ja: das ganze am ernst-thälmann-plartz in der wabe.
Schlagworte: christian schloyer, johann trupp, lyrik, open mike 2007, planet pony