schaler splatter

By timo kröner

robert rodriguez hat nun also mit „planet terror“ das zweite werk der grindhouse-serie vorgelegt. im gegensatz zu tarantinos „death proof“ bin ich wenig angetan. das mag einen der folgenden gründe haben:

1. ich kenne kaum einen autofilm aus den 70ern, mag aber autos und „ein colt für alle fälle“ sowie „convoy„. unter diesen voraussetzungen ist es sicher spannend, das filmmotiv „auto“ unter einem neuen gesichtspunkt und ästhetisch ausgereift kennen zu lernen.

dagegen habe ich schon hundert millionen splatter- und zombie-filme gesehen und finde „white zombie“ wirklich klasikergruselig und „bad taste“ klassikeramüsant. der rest ist quatsch. ausser vielleicht jörg buttgereit. warum also einen aufguss, der NICHTS neues macht?

2. ich bin unbedingter anhänger guter stories. nichts ist schlimmeres hollywood-prinzip, als mit andauernden spezial- und schauereffekten über eine nicht vorhandene story hinwegzuwischen. die geschichte, die rodriguez „planet terror“ zugrunde legt, ist nichts anderes als „night of the living dead“ mit „28 days later“ verschnitten.

wenn also nachlässiger umgang mit geschichten, dann lieber postmodern gespiegelt (death proof) als gar nicht irgendetwas zitatlastiges.

3. bruce willis kann einfach mangels auftrittzeit nicht so cool auftrumpfen wie kurt russell.

4. immerhin hat „planet terror“ genauso viel geschwindigkeit wie „death proof“, für einen bierreichen abend ok.

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